Das Thüringer Innenministerium hat verwundert auf das Schenkungsangebot für den Namen des rechtsextremen Onlineshops «Druck18» reagiert. «Uns hat niemand kontaktiert. Deshalb können wir uns hierzu auch nicht äußern», sagte ein Ministeriumssprecher. Zuvor hatte sich der Hamburger Verein «Laut gegen Nazis» den Namen des Südthüringer Shops markenrechtlich sichern lassen und angekündigt, ihn zu gleichen Teilen an das Bundesinnenministerium und das Thüringer Innenministerium zu verschenken.
Vonseiten des Vereins hieß es, der Shopbetreiber habe bereits rechtliche Schritte gegen ein Nutzungsverbot des Namens angekündigt. Da der Verein laut Satzung den Angaben zufolge keine langfristigen Prozesskosten tragen kann, werde die Marke nun an die zuständigen staatlichen Stellen weitergereicht. Dabei wurde eine Frist gesetzt: Innerhalb von 24 Stunden müssen das Bundesinnenministerium sowie das Thüringer Innenministerium mitteilen, ob sie diese Schenkung annehmen.