Im Fall um eine mutmaßliche Geiselnahme einer 19-Jährigen hat sich der Hauptangeklagte keiner Schuld bewusst gezeigt. Der 53-Jährige sagte in einer teils schwer verständlichen, zum Großteil vorgelesenen Einlassung, er sei selbst Opfer einer Racheaktion der jungen Frau.
«Wir sind keine bösen Menschen», sagte der Angeklagte am Landgericht Erfurt mit Blick auf sich und seine Mitangeklagte. Die 56-Jährige bezeichnete der Mann als seine Freundin. Das Gericht hatte für die auch intime Bereiche betreffende Einlassung die Öffentlichkeit von der Verhandlung mit wenigen Ausnahmen, darunter Pressevertreter, ausgeschlossen.