Sechs mutmaßliche Linksextremisten, die zur Gruppe «Antifa-Ost» gehören sollen, stehen von Januar an in Düsseldorf unter anderem wegen versuchten Mordes vor Gericht. Sie sollen in Budapest Neonazis angegriffen haben und in Erfurt den Modeladen einer Marke, die häufig von Rechtsextremisten getragen wird.
Außerdem wird ihnen die Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Das Oberlandesgericht Düsseldorf habe eine entsprechende Anklage des Generalbundesanwalts mit Änderungen zugelassen, teilte eine Justizsprecherin mit.
Die Angeklagten im Alter zwischen 22 und 24 Jahren sollen den Angaben nach seit 2022 Teil einer militanten Gruppierung gewesen sein. In einem Fall soll eine Verkäuferin in einem Erfurter Bekleidungsgeschäft erheblich attackiert worden sein. Zudem sei dort ein Schaden von mehr als 65.000 Euro entstanden.