Nach den schweren Ausschreitungen beim Fußballspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden Ende Januar sind weitere Tatverdächtige identifiziert worden. Wie die Polizei Gelsenkirchen mitteilte, wurden beim Spiel zwischen dem FC Schalke 04 und den Magdeburgern umfangreiche Kontrollen durchgeführt. Dabei seien fünf Personen zwischen 19 und 58 Jahren identifiziert worden.
Sie seien kurzzeitig in Gewahrsam genommen, später aber wieder freigelassen worden, erklärte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Inwieweit die fünf Personen an den Ausschreitungen in Magdeburg beteiligt waren, sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Hier werde eng mit der Polizei in Magdeburg zusammengearbeitet.
Sponsor setzt wegen schleppender Aufarbeitung Engagement aus
Unterdessen gerät der Verein weiter wegen der Aufarbeitung der Geschehnisse unter Druck. Am Wochenende hatte einer der Sponsoren des 1. FC Magdeburg in den sozialen Netzwerken mitgeteilt, das Sponsoring des Vereins auszusetzen. Was der Verein bisher öffentlich liefere, wirke wie Schadensbegrenzung im Kleinen, statt Führung im Großen, schrieb das Unternehmen GeoFly auf seiner Facebook-Seite. «Was fehlt, sind sichtbare Konsequenzen und echte Aufarbeitung.»
Unmittelbar nach den Ausschreitungen, bei denen mehr als 70 Polizisten verletzt wurden, hatten auch größere Sponsoren mitgeteilt, möglicherweise über Konsequenzen nachdenken zu wollen. Der Verein äußerte sich trotz mehrerer Anfragen zu Konsequenzen und Stadionverboten nicht zum Thema.
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