In Südbrandenburg treiben Viehdiebe ihr Unwesen und wecken damit auch bei Bauern in Thüringen böse Erinnerungen. In diesem Jahr seien hierzulande keine vergleichbaren Fälle bekannt, sagte eine Sprecherin des Landesbauernverbandes auf dpa-Anfrage. Allerdings gab es vor zwei Jahren mindestens zwei Fälle in Thüringen, bei denen ebenfalls Rinder aus Ställen verschwanden. Betroffen waren Betriebe in Udestedt (Landkreis Sömmerda) und dem südthüringischen Hildburghausen.
Er vermute, dass damals gewerbsmäßige Banden am Werk waren, sagte Toralf Müller, Chef der Agrargenossenschaft Pfersdorf. Aus einem seiner Ställe wurden damals sieben schlachtreife Mastbullen gestohlen. Dies sei angezeigt worden, habe aber nicht von der Polizei aufgeklärt werden können. Schleierhaft sei ihm vor allem, wie die Tiere aus dem komplett abgeschlossenen Gelände ohne Spuren zu hinterlassen abtransportiert wurden, erklärte Müller.
Da alle Rinder Ohrmarken tragen und jedes Tier einen eigenen Pass habe, sei zu vermuten, dass sie illegal geschlachtet und verkauft wurden, sagte Müller. Denn die obligatorischen Tierpässe seien in dem Unternehmen sicher verwahrt worden. Der Schaden habe damals etwa 14.000 bis 16.000 Euro betragen.