Es ist eines der wichtigsten Formate für Absprachen zwischen der Brombeer-Koalition und der oppositionellen Linke-Fraktion: das 3-plus-1-Format. Und ein Jahr, nach einem großen Krach um dieses Format hat sich die Kommunikation zwischen den Beteiligten über diesen Kanal zwar offenbar verbessert. «Wir treffen uns jetzt öfter als vorher, die Atmosphäre dabei ist meistens sehr gut», sagt die parlamentarische Geschäftsführerin der Linke-Fraktion, Katja Mitteldorf. Allerdings gebe es nach wie vor Differenzen zwischen den Linken auf der einen und den Fraktionen von CDU, BSW und SPD auf der anderen Seite dazu, was über diesen Austausch alles geregelt werden soll. Das ist für die Linken nach wie vor problematisch.
SPD: Schnellere Entscheidungen möglich
Im 3-plus-1-Format sollen deshalb die parlamentarischen Geschäftsführer von CDU, BSW, SPD und Linke miteinander darüber sprechen, welche Vorhaben und Projekte des jeweils anderen sie unter welchen Umständen wie unterstützen könnten. Die Kommunikation über dieses Format war allerdings aus Sicht der Linken vor einem Jahr so schlecht gewesen, dass Mitteldorf ihre Mitarbeit dort zumindest vorläufig aufgekündigt hatte. Sie hatte kurz vor dem Beginn der parlamentarischen Sommerpause 2025 unter anderem eine gemeinsame Chatgruppe der vier parlamentarischen Geschäftsführer verlassen.
Rückblickend sagt Mitteldorf, sie habe den Brombeer-Leuten auf diese Weise zeigen wollen, dass «die sich jetzt mal zusammenreißen und überlegen müssen, ob das alles noch Sinn macht.» Nach der parlamentarischen Sommerpause des vergangenen Jahres hatten sich die Vertreter der vier Fraktionen dann darauf verständigt, das Format fortzusetzen. Sie sei inzwischen auch wieder Mitglied dieser Chatgruppe, sagt Mitteldorf.
Trotz des besseren Gesprächsklimas innerhalb des 3-plus-1-Formats blieben Kommunikationsprobleme, so Mitteldorf. Bei den Linken seien für den fachlichen Austausch zwischen den Fraktionen die jeweiligen Fachpolitiker verantwortlich. Fachfragen müssten nicht von den parlamentarischen Geschäftsführern oder den Fraktionsvorsitzenden geklärt werden. Genau das würden die Brombeer-Vertreter aber immer wieder wollen.