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AfD-Abgeordneter Moosdorf dementiert Kandidatur gegen Weidel

Moosdorf verneint Gegenkandidatur zu AfD-Chefin Weidel. (Archivbild) / Foto: Marco Rauch/dpa
Moosdorf verneint Gegenkandidatur zu AfD-Chefin Weidel. (Archivbild) / Foto: Marco Rauch/dpa

Der sächsische Bundestagsabgeordnete stellt klar: Eine Kandidatur gegen Alice Weidel bei der AfD-Vorsitzendenwahl schließt er aus. Zuvor hatte ein Medienbericht dies nahegelegt.

Der sächsische AfD-Bundestagsabgeordnete Matthias Moosdorf hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach er angeblich bei der Wahl der Parteivorsitzenden an diesem Wochenende in Erfurt gegen die amtierende Co-Vorsitzende Alice Weidel antreten will. Auf die Frage, ob er gegen Weidel kandidieren wolle, antwortete der AfD-Politiker auf dpa-Anfrage mit «Nein». Zuvor hatte «Bild» berichtet, Moosdorf plane eine Überraschungskandidatur gegen die langjährige Parteichefin.

Knatsch in der Fraktion

Die Spitze der AfD-Bundestagsfraktion hatte im Mai Ordnungsmaßnahmen gegen Moosdorf verhängt. Der frühere außenpolitische Sprecher der Fraktion soll 5.000 Euro Ordnungsgeld zahlen, darf sechs Wochen lang nicht im Bundestag sprechen und für drei Monate nicht auf Fraktionsveranstaltungen auftreten. 

Hintergrund der Entscheidung sind Meinungsverschiedenheiten über den politischen Kurs und gegenseitige persönliche Angriffe. Moosdorf hatte in einem öffentlich gewordenen Brief an seine Fraktionskollegen den aktuellen außenpolitischen Sprecher, Fraktionsvize und Vorsitzenden des Arbeitskreises Außenpolitik der Fraktion, Markus Frohnmaier, hart angegriffen und indirekt dessen Ablösung fordert.

In der vergangenen Legislaturperiode stand Moosdorf selbst als damaliger außenpolitischer Sprecher fraktionsintern in der Kritik. Es ging etwa um eine Russland-Reise und Verbindungen nach Moskau. Der Cellist hatte eine Honorarprofessur an der international bekannten Moskauer Gnessin-Musikhochschule angenommen. Die Akademie wird vom russischen Kulturministerium finanziert.

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