Der Vorsitzende der Jungen Union (JU), Johannes Winkel, sieht das Ringen um die Formulierung von Präambeln für eine mögliche Regierungszusammenarbeit seiner Partei mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht etwa in Thüringen skeptisch. Die CDU müsse am Ende «sehr klar sagen: Wo sind unsere Schmerzgrenzen», sagte der CDU-Politiker vor Beginn des Deutschlandtages des Unions-Nachwuchses am Abend in Halle in Sachsen-Anhalt. Es sei zwar schwierig, dies abstrakt zu definieren, «aber generell sind diese ganzen Präambeln ja schon reichlich albern, muss man wirklich sagen».
Solche Präambeln hätten in einem Landeskoalitionsvertrag eigentlich nichts zu suchen, kritisierte Winkel. So habe man in den Koalitionsvertrag mit den Grünen in seinem Heimatverband Nordrhein-Westfalen, den er mitverhandelt habe, ja auch nichts über die Vereinten Nationen geschrieben. Die CDU müsse hier «aufpassen, sich nicht lächerlich zu machen», sagte der JU-Chef.