Bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll sind nach Angaben des Thüringer Umweltministeriums große Teile des Freistaats aus dem Kreis der potenziellen Standorte gefallen. In einem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) werde etwa der überwiegende Teil des Thüringer Beckens als nicht mehr infrage kommend oder wenig bis ungeeignet eingestuft, teilte der geschäftsführende Minister Bernhard Stengele (Grüne) zum jetzt vorgestellten Zwischenbericht der BGE mit. Komplett erkundet ist das Thüringer Becken allerdings bislang nicht.
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung prüft mit Sicherheitsuntersuchungen, welche Gebiete in Deutschland günstige geologische Bedingungen für die unterirdische Endlagerung hochradioaktiver Abfälle erwarten lassen. 2020 hatte die bundeseigene Gesellschaft zunächst in einem Bericht 90 solcher Gebiete ausgewiesen, bei denen eine weitere Prüfung lohnen könnte, dies waren 54 Prozent der Fläche Deutschlands. Inzwischen kommen nur noch 44 Prozent der Landesfläche infrage.