BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat sich abwartend zu Gesprächen ihrer Partei mit CDU und SPD nach den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg geäußert. Während sie nach den Wahlen noch das Gefühl gehabt habe, dass sowohl CDU als auch SPD die Wahlergebnisse «verstanden» hätten, habe sie inzwischen den Eindruck, die Parteien wollten weitermachen wie bisher, sagte Wagenknecht im Deutschlandfunk. «Und dafür sind wir nicht gewählt worden.»
Etwa die Hälfte der Menschen im Osten hätten «Veränderung gewählt». Dann müsse man auch bereit sein, Kompromisse einzugehen. Mit Blick auf die Gespräche in Thüringen sagte Wagenknecht, es gebe «noch eine Reihe von Dingen, wo wir uns nicht einigen können».
CDU, BSW und SPD befinden sich in Thüringen aktuell in Sondierungsverhandlungen. Voraussichtlich am Ende der Woche sollen sich verschiedene Gremien der drei Parteien mit einem von den Unterhändlern erarbeiteten Sondierungspapier beschäftigten. In Sachsen führen die drei Parteien «Kennenlerngespräche». In Brandenburg sondieren BSW und SPD.