Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) und sein Thüringer Amtskollege Mario Voigt (CDU) haben den verstorbenen ehemaligen Ministerpräsidenten beider Länder, Bernhard Vogel, als großen Staatsmann und Brückenbauer gewürdigt.
Schweitzer nannte Vogel beim Trauerstaatsakt in der Staatskanzlei in Mainz «einen herausragenden Staatsmann von enormer Integrität». Er sei auch ein unermüdlicher Brückenbauer zwischen Ost und West und ein Modernisierer gewesen. Schweitzer erinnerte an Vogels Satz: «Erst die Menschen, dann das Land, dann die Partei.» Vogel sei ein Mann des Ausgleichs gewesen, der zugehört und Kompromisse gefunden und in Rheinland-Pfalz vieles auf den Weg gebracht habe.
Dass Vogel den Titel Ministerpräsident i.R. als «in Rufbereitschaft» und nicht als «im Ruhestand» verstanden habe, spreche für seinen Humor. Dazu seien Offenheit und die Fähigkeit gekommen, Menschen mit den rechten Worten zu erreichen, sagte Schweitzer. «Wir werden Sie nie vergessen!»
Voigt sprach von einem Jahrhundertpolitiker mit einer beeindruckenden inneren Kraft und würdigte Vogel als großen deutschen Staatsmann und Menschen von außergewöhnlichem Format. Er sei ein Leben lang dem Satz treu geblieben, dass die Politik den Menschen dienen müsse und nicht umgekehrt.