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«Skandalöse Aussage» – AfD kritisiert Satz von Kerkeling

«Skandalöse Aussage» – AfD kritisiert Satz von Kerkeling
Thüringens AfD-Vize-Fraktionschef Daniel Haseloff kritisiert eine Aussage des Entertainers Hape Kerkeling bei einer Anhörung zu einem AfD-Verbotsverfahren im Thüringer Landtag. (Archivbild) / Foto: Martin Schutt/dpa
Der Entertainer Hape Kerkeling positioniert sich bei einer Anhörung im Thüringer Landtag klar zu einem möglichen AfD-Verbotsverfahren. Eine Aussage stößt der AfD-Fraktion besonders auf.

Thüringens AfD-Fraktionsvize Daniel Haseloff hat eine Aussage des Entertainers Hape Kerkeling bei einer Anhörung zu einem möglichen Parteiverbotsverfahren kritisiert. «Mir tut natürlich die Geschichte des Herrn Kerkeling ein Stück weit leid und ich verstehe auch seine Emotion, aber das mit uns in Verbindung zu bringen, ist natürlich ein harter Vorwurf, ein harter Angriff», sagte Haseloff der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Der 38-Jährige bezeichnete einen Satz in Kerkelings Anhörung mit einer Anspielung an einen Wahlkampfslogan des AfD-Politikers Ulrich Siegmund als «skandalöse Aussage».

Kerkeling spielt auf Wahlkampfslogan an

Kerkeling sprach am Mittwoch im Thüringer Landtag bei einer Anhörung zu einem möglichen AfD-Verbotsverfahren. Dort sagte er im Frageteil seiner Anhörung: «Menschen, die mit dem Wahlslogan kommen: Alles ist möglich – bei einem Autohersteller verstehe ich das. Da geht es dann um Geschwindigkeitssteigerung, mehr Sitzplätze im Auto. Aber eine politische Partei, bei der alles möglich ist und die das zu ihrem Wahlslogan macht, bei denen ist unter Umständen auch Buchenwald möglich.»

Kerkelings Großvater war politischer Häftling im Konzentrationslager Buchenwald und erlebte dort Zwangsarbeit und Folter. 

Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hatte im Landtagswahlkampf in seinem Bundesland mit dem Spruch «Alles ist möglich» für seine Partei geworben. Die AfD wurde in Sachsen-Anhalt bei der Wahl stärkste Kraft und will in Magdeburg eine Regierung bilden. Der dortige AfD-Landesverband sowie die Thüringer AfD mit ihrem Landespartei- und Fraktionschef Björn Höcke werden jeweils vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet.

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