Prächtige Blumenbeete und blühende Parks machen auch in vielen Thüringer Städten ein Stück Lebensqualität aus. Aber auch die Blütenpracht ist von steigenden Kosten betroffen: Von Preisen für Saatgut und Jungpflanzen über Dünger, Energie und Kraftstoff bis hin zu den Dienstleistungen gebe es zahlreiche Faktoren, die die Bepflanzung teurer machten, heißt es aus etlichen Stadtverwaltungen.
«Aufgrund der angespannten Haushaltslage findet im Stadtzentrum von Suhl bereits seit vielen Jahren keine Frühjahrsbepflanzung mehr statt», erklärt Stadtsprecher Steffen Hertel. «Die Verantwortlichen versuchen mit den wenigen verfügbaren Mitteln etwas Farbe in den Suhler Frühling zu bringen.» Nur an vereinzelten Standorten würden noch Frühjahresbepflanzungen vorgenommen, im Zentrum würden jedoch ab Mai Sommerpflanzen ausgebracht.
Auch in Gera, Weimar und bei der Klassik Stiftung Weimar wurden – teils schon seit Jahren – Abstriche in unterschiedlichem Umfang gemacht, sagen Sprecher. So seien etwa die Preise für Saatgut und Jungpflanzen inzwischen im Vergleich zu 2023 um 15 Prozent gestiegen, so der Sprecher der Stadt Weimar. Teils werde deshalb auf exklusive, lizenzierte Züchtungen verzichtet und auf traditionelle Sorten zurückgegriffen. Auch die eigene Herstellung von Kompostsubstrat lohne sich inzwischen wieder.