Auf der Suche nach einer Endlagerstätte für Deutschlands Atommüll sind größere Flächen Thüringens weiter in der Auswahl als möglicherweise geeignete Standorte. Wie aus der jüngsten Einschätzung der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hervorgeht, gehören Teile der Kreise Sömmerda, Gotha, des Unstrut-Hainich-Kreises sowie des Kyffhäuserkreises zu den laut BGE besonders geeigneten Gebieten, die die bisherigen Prüfschritte für ein mögliches Endlager überstanden haben.
Die BGE hat solche besonders geeigneten Flächen in verschiedenen Teilen Deutschlands erstmals ausgewiesen - darunter auch mehrere Regionen nahe der tschechischen Grenze, sowohl in Bayern als auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt im Saalekreis. Insgesamt kommen noch 25 Prozent der deutschen Landesfläche für ein mögliches Endlager infrage. Besonders in Norddeutschland sind noch große Teile als Standort im Rennen. Das liegt unter anderem daran, dass dort große Flächen bisher nicht bewertet wurden. Die Experten des BGE sieben in einem mehrstufigen Prozess immer mehr Regionen aus.