Die Kompromisssuche zu den friedenspolitischen Forderungen von BSW-Chefin Sahra Wagenknecht blieb bisher erfolglos - nun steht das Projekt Brombeer-Koalition in Thüringen auf der Kippe. Über das Wochenende gaben sich die Spitzen von CDU, BSW und SPD Bedenkzeit. Sie soll am Montag oder Dienstag mit der Wiederaufnahme von Gesprächen enden, hieß es am Sonntag aus Verhandlungskreisen. «Die Chancen stehen 50:50», sagte einer der Verhandler der Deutschen Presse-Agentur. Und: «Die Tür ist nicht zu.» Es würde ein neuer Kompromissvorschlag versucht.
Der Thüringer Co-Vorsitzende der Wagenknecht-Partei, Steffen Schütz, sagte der dpa, «klar ist es schwierig, aber es geht um Thüringen. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden.» Der Thüringer BSW-Vorstand und vor allem Wagenknecht hatten vor mehr als einer Woche die Einigung auf eine Friedensformel für die Präambel eines möglichen Koalitionsvertrages zur Bedingung für den Start von Koalitionsverhandlungen in Erfurt gemacht.