Thüringer Sicherheitsbehörden wussten im Voraus von einer geplanten Veranstaltung mit dem österreichischen Rechtsextremisten Martin Sellner in Erfurt. «Ich kann sagen, dass wir seit etwa zehn Tagen von der Sache wussten und dass wir seitdem auch intensiv mit den Polizeibehörden im Austausch gestanden haben», sagte Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt.
Auch die Thüringer Polizei wusste nach eigenen Angaben schon länger von den Plänen Sellners für seinen Auftritt in Thüringens Landeshauptstadt. Sowohl die Landespolizeidirektion als auch das Landeskriminalamt hätten «durch jeweils eigene Internetrecherchen» schon Ende 2025 Kenntnis von diesen Plänen gehabt, sagte ein Sprecher der Thüringer Polizei der dpa. «Zu Beginn des neuen Jahres wurde die Stadt Erfurt über den geplanten Auftritt des Sellner in Kenntnis gesetzt.» Dass Sellner auch den Landtag besuchen würde, sei dagegen im Vorfeld der Polizei nicht bekannt gewesen.