Die Linke-Landtagsfraktion will bei der vertraulichen Spurensicherung weitere Verbesserungen für Opfer von sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen. Derzeit erfolgt in Thüringen die anonyme Sicherung von Spuren ausschließlich über die Rechtsmedizin des Jenaer Universitätsklinikums. Das bedeute, dass Betroffene von Sexualstraftaten außerhalb von Jena einen weiten Weg in Kauf nehmen müssten, erklärte Linke-Abgeordnete Lena Saniye Güngör.
In solch einer nicht selten traumatischen Ausnahmesituation sei dies nicht hinnehmbar. Bis es mehr Angebote in der Fläche gebe, sollten etwa die Fahrkosten nach dem Thüringer Reisekostengesetz übernommen werden, forderte die Sprecherin für Gleichstellungspolitik der Fraktion. Keine Betroffene sollte sich über Fahrtkosten Gedanken machen müssen.