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Vertrauliche Spurensicherung – Linke will bessere Versorgung

Vertrauliche Spurensicherung – Linke will bessere Versorgung
Güngör drängt auf einen schnellen Ausbau der Angebote zur vertraulichen Spurensicherung. (Archivbild) / Foto: Martin Schutt/dpa
Von: DieThüringer News
Unmittelbar nach einer Vergewaltigung oder Misshandlung scheuen sich Frauen aus Scham häufig, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Entschließen Sie sich später dazu, sind gerichtsfeste Beweise nötig.

Die Linke-Landtagsfraktion will bei der vertraulichen Spurensicherung weitere Verbesserungen für Opfer von sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen. Derzeit erfolgt in Thüringen die anonyme Sicherung von Spuren ausschließlich über die Rechtsmedizin des Jenaer Universitätsklinikums. Das bedeute, dass Betroffene von Sexualstraftaten außerhalb von Jena einen weiten Weg in Kauf nehmen müssten, erklärte Linke-Abgeordnete Lena Saniye Güngör.

In solch einer nicht selten traumatischen Ausnahmesituation sei dies nicht hinnehmbar. Bis es mehr Angebote in der Fläche gebe, sollten etwa die Fahrkosten nach dem Thüringer Reisekostengesetz übernommen werden, forderte die Sprecherin für Gleichstellungspolitik der Fraktion. Keine Betroffene sollte sich über Fahrtkosten Gedanken machen müssen. 

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Schrittweiser Ausbau geplant

Außerdem müsse es auch eine kostenlose vertrauliche Spurensicherung für nicht gesetzlich Versicherte geben. Zugleich sei zu überlegen, wie eine digitale Anleitung durch Telemedizin eine flächendeckende Versorgung in Thüringen gewährleisten könne, so Güngör. Nordrhein-Westfalen sei hierfür ein gutes Beispiel. 

Das Land beabsichtigt, die vertrauliche Spurensicherung schrittweise auszubauen. Bis Ende September nächsten Jahres soll eine flächendeckende dezentrale Struktur zusammen mit anderen Kliniken geschaffen werden. Für Betroffene sind Anlaufstellen in Kliniken in Ost-, Nord-, Süd- und Westthüringen sowie der Landeshauptstadt Erfurt geplant.

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