Die durchschnittliche Lebenserwartung für Menschen in Thüringen ist nach einem durch die Corona-Pandemie bedingten Knick erneut gestiegen.
2025 geborene Mädchen können zumindest laut Berechnungen des Landesamts für Statistik 83,38 Jahre alt werden. Bei im vergangenen Jahr geborenen Jungen kann demnach mit einem Alter von 77,73 Jahren bis zum Tod gerechnet werden. Bei den Mädchen sei das ein Plus um 0,24 Jahre und bei den Jungen um 0,35 Jahre verglichen mit den Berechnungen im vorherigen Zeitraum. Basis der aktuellen Berechnungen waren die Sterblichkeitsverhältnisse im Zeitraum von 2023 bis 2025, davor ging es um den Zeitraum 2022 bis 2024.
«Die Lebenserwartung für die Thüringer Jungen und Mädchen hat damit nicht nur das Niveau der Jahre vor der Pandemie erreicht, sondern hat diese Werte sogar überstiegen», schreiben die Statistiker. Außerdem setzte sich damit das bereits vor der Corona-Pandemie beobachtete Muster des kontinuierlichen Anstiegs der Lebenserwartung fort.
Noch etwas unter Bundeswerten
Die durchschnittliche Lebenserwartung von in Thüringen Neugeborener liege aber weiterhin wie bei der vorherigen Berechnung etwas unterhalb des Bundesdurchschnitts: Bei Mädchen fällt sie demnach um 0,05 Jahre und bei Jungen um 1,09 Jahre geringer aus.
Thüringer Männer, die derzeit 65 Jahre alt sind, erwarten den Berechnungen zufolge weitere rund 17,51 Lebensjahre; gleichaltrige Frauen haben demnach die Aussicht auf 21,27 weitere Lebensjahre.
Welche Verbesserungen die Lebenserwartung steigen lassen
Als maßgebliche Gründe für den über langen Zeitraum deutschlandweit zu beobachtenden Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung nennt das Statistische Bundesamt Fortschritte in der medizinischen Versorgung, Verbesserungen bei Hygiene, Ernährung, Wohnsituation, bei Arbeitsbedingungen und allgemein gestiegener Wohlstand.
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