Die Asche von Verstorbenen mit nach Hause zu nehmen soll künftig in Rheinland-Pfalz möglich sein - Thüringens Bestatterverband sieht die dortigen Regelungen aber kritisch. «Wenn sich die Leute aus Kostengründen die Asche zurückgeben lassen, um die dann in den Müll zu werfen, um die Friedhofskosten zu sparen, dann haben wir höchste Bedenken», sagte Landesinnungsobermeister Gerd Rothaug. Komme es zu solchen Gesetzesanpassungen, lasse sich das nicht verhindern. «Da reden wir nicht nur von einem Prozent», mahnte er.
Ein anderer möglicher Fall sei, dass jemand die Asche seines verstorbenen Partners mit nach Hause nehme - und kurz darauf selbst sterbe. «Die Frage ist dann: Was passiert mit der Asche?», so Rothaug. Eine Regelungsmöglichkeit sei, schon vor der Rückgabe der Asche an die Angehörigen Beerdigungskosten abzurechnen - so dass die Urne später im Zweifel beigesetzt werden kann.