Dynamo Dresden hat die erste Chance vergeben, den Klassenverbleib fix zu machen. Bei der ebenfalls vom Abstieg bedrohten Eintracht aus Braunschweig verloren die Sachsen 1:2 (0:1). Damit muss Dynamo mit 38 Punkten gespannt auf die Ergebnisse von Greuther Fürth und Fortuna Düsseldorf an diesem Sonntag schauen. Sollten beide verlieren, wären die Dresdner nach einer insgesamt starken Rückrunde vorzeitig gerettet. Für den Klassenerhalt aus eigener Kraft hätten sie in Braunschweig einen Punkt gebraucht.
«Wir sind sehr enttäuscht nach dem Spiel. Wenn man die Schlussphase sieht, dann waren wir sehr knapp dran, hier den Ausgleich zu machen», sagte Dynamos Robert Wagner und haderte mit den Gegentreffern: «Wir kriegen zwei dumme Gegentore zu dummen Zeitpunkten.»
Kutschke hadert: «Hatten genug Möglichkeiten»
Vor 22.480 Zuschauern brachte Florian Flick die Eintracht in der 20. Minute in Führung, Faride Alidou (50.) erhöhte. In der 67. Minute hielt Braunschweigs Torwart Ron-Thorben Hoffmann einen Foulelfmeter von Stefan Kutschke. Der Dynamo-Kapitän verkürzte (86.) dann in der Schlussphase. «Wir hatten genug Möglichkeiten, dass du hier 2:2 spielst. Jetzt haben wir ein Heimspiel, das muss gezogen werden», sagte Kutschke. Das Saisonfinale steigt am kommenden Sonntag gegen Holstein Kiel.
Dynamos Bilanz gegen Braunschweig war bislang mager. Nur zwei der zuvor insgesamt elf Zweitliga-Duelle hatten die Sachsen gewonnen (4 Remis/5 Niederlagen). Zudem war Trainer Thomas Stamm zum Wechseln gezwungen, da Friedrich Müller erkrankt fehlte. Für ihn brachte er in der Innenverteidigung Lukas Boeder.
Gegen das zweitschlechteste Team der Rückrunde, das aus den vergangenen sieben Spielen nur fünf Punkte und einen Sieg geholt hatte, kam Dynamo gut ins Spiel. Die Gäste versuchten, die Partie mit viel Ballbesitz zu kontrollieren. Doch die erste Chance im Strafraum nutzte Braunschweig dank Flick. Plötzlich war Dynamik im Spiel. Auf der Gegenseite verhinderte Eintracht-Keeper Hoffmann mit einem Reflex den Ausgleich gegen Vincent Vermeij (22.).
Kapitän Kutschke scheitert vom Elfmeterpunkt
Die Eintracht verteidigte mit viel Aufwand und Leidenschaft und verhinderte so deutlich mehr Dresdner Großchancen. Jason Ceka (35.) wurde noch einmal im Ansatz gefährlich. Nach dem verschossenen Elfmeter durch Dynamo-Kapitän Kutschke, der gerade sein Karriereende zum Saisonende angekündigt hatte, verloren die Gäste kurzzeitig den Glauben an eine Wende. Doch nach dem Anschlusstreffer durch Kutschke keimte noch einmal Hoffnung auf. Der Sturmlauf in der Schlussphase wurde nicht mehr belohnt.
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