Trotz aller Verdienste: einen Startelf-Einsatz im wohl letzten Spiel seiner Karriere bekommt Stefan Kutschke am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) in der Partie gegen Holstein Kiel wohl nicht geschenkt. Vielmehr dürfte der Kapitän von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden wie zuletzt als Feuerwehrmann oder als Absicherer von der Bank kommen. Dynamo kann zwar nicht mehr absteigen, benötigt aber mindestens einen Zähler, um auch der Relegation sicher zu entgehen.
«Man macht sich schon Gedanken. Das Entscheidende aber ist das, was Stefan vorige Woche auch gesagt hat: Der Nichtabstieg steht als übergeordnetes Ziel über allem», sagte Dynamo-Trainer Thomas Stamm. Es gebe keinen Königsweg. «Aber es gibt ganz viele Szenarien, in denen die Qualität von Stefan gefragt ist. Nicht, weil es sein letztes Spiel ist», sagte Stamm.
Mannschaft zusammenzuhalten ist das große Ziel
Zehn Spieler werden vor der Partie von Dynamo verabschiedet, neben Kutschke alle sieben Leihspieler, dazu Claudio Kammerknecht und Jan-Hendrik Marx. Man sei sehr interessiert, von den bislang ausgeliehenen Spielern einige an Dynamo zu binden, sagte Sport-Geschäftsführer Sören Gonther. «Wenn man eine gut funktionierende Mannschaft hat, ist man bestrebt, den Großteil davon zu halten. Das muss das Ziel sein, damit wir den Schwung, den wir jetzt haben, mit in die neue Saison nehmen und nicht den größten, radikalsten Umbruch haben, den wir haben könnten», sagte Gonther. Aber auch hier sei der Nichtabstieg die wichtigste Voraussetzung, betonte der frühere Dynamo-Profi.
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