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Erfurt installiert Krötentunnel und Schutzzäune vor Amphibienwanderung

Achtung Amphibien! Bald gehen die kleinen Wesen wieder auf Wanderschaft. (Symbolbild) / Foto: Patrick Pleul/dpa
Achtung Amphibien! Bald gehen die kleinen Wesen wieder auf Wanderschaft. (Symbolbild) / Foto: Patrick Pleul/dpa

Erfurt richtet mobile Zäune, Eimer und Tunnel ein, um Kröten sowie Teich- und Kammmolche auf dem Weg zu ihren Laichplätzen zu schützen.

Die jährliche Wanderung von Kröten und Molchen steht bevor – und damit beginnen in Erfurt die Vorbereitungen zum Schutz der Tiere. Mit mobilen Zäunen und speziellen Tunneln will die Stadt verhindern, dass die seltenen Amphibien auf dem Weg zu ihren Laichplätzen zu Schaden kommen, wie eine Sprecherin sagte.

Mehrere stark befahrene Straßen in der Landeshauptstadt schneiden demnach die Wanderrouten zu Teichen und Tümpeln, in denen die Tiere ihre Eier ablegen. Vor allem bei kühler Witterung sind die Amphibien nur langsam unterwegs und werden von Autofahrerinnen und Autofahrern leicht übersehen, wie es weiter hieß. Um die Gefahren für die Kröten, Teich- sowie Kammmolche zu minieren, installieren Mitarbeiter des Umwelt- und Naturschutzamt bereits jetzt Schutzanlagen. In wenigen Wochen beginne dann die Hauptphase der Amphibienwanderung - bei milderen Temperaturen und feuchtem Wetter. 

Krötentunnel und Schutzzäune mit Eimern

Der Krötentunnel im Steigerwald unter der Rhodaer Chaussee wird bis dahin gereinigt und auf Schäden überprüft, wie die Stadt erklärte. Wo feste Querungshilfen fehlen, setze man auf zusätzliche Maßnahmen.

In Windischholzhausen zwischen der Teichgasse und Alfred-Brehm-Straße sowie entlang der Schellrodaer Straße werden mobile Zäune aufgebaut. Die Amphibien laufen an den Barrieren entlang und fallen in eingegrabene Eimer, die zweimal täglich von Helferinnen und Helfern geleert werden. So gelangen die Tiere sicher auf die andere Straßenseite.

In der Sömmerdaer Straße, der Heinrich-Queva-Straße sowie der Bodenfeldallee stehen den Amphibien den Angaben nach sowohl Tunnel als auch Schutzzäune zur Verfügung. Ferner werden alle Verkehrsteilnehmer gebeten, auf die kleinen Wesen zu achten, falls sie sich doch einmal auf die Fahrbahn verirren sollten.

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