Ein orientierungslos wirkender Storch auf einer Straße mitten im thüringischen Meiningen hat der Polizei einen besonderen Einsatz beschert. Anwohner hatten die Beamten laut Polizeimitteilung alarmiert, nachdem sie das Tier entdeckt am Samstagmorgen entdeckt hatten.
Mit «Federvieh vertrauter Beamter» hilft
Vor Ort stießen die Polizisten auf den «leicht verschreckten», aber augenscheinlich unverletzten Vogel. «Ein mit Federvieh vertrauter Beamter schnappte sich vorsichtig den Storch und er wurde im Streifenwagen auf eine große Wiese verbracht». Der Vogel hob daraufhin ab und flatterte davon, wie es weiter hieß.
Manche Störche überwintern hier
Störche sind etwa der Naturschutzorganisation Nabu zufolge inzwischen auch häufiger im Schneeregen und Kälte in Deutschland zu sehen. Eigentlich legen Störche lange Strecken zurück, um in Afrika zu überwintern.
Regelmäßiges Monitoring habe aber gezeigt, dass mittlerweile jeweils mehrere hundert Vögel in den vergangenen Jahren in Deutschland geblieben sind. Der Nabu bittet um Hinweise über Sichtungen von Störchen im Winter etwa über ein Online-Portal, um die Entwicklung besser zu verstehen.
Dauerfrost erschwert Nahrungssuche
Störche als große Vögel könnten Wärme jedoch deutlich besser speichern als etwa kleine Singvögel. Auch finden sie häufig genügend Nahrung, sie können die Winter hier also überstehen. Allerdings: Länger anhaltenden geschlossene Schneedecken und Dauerfrost erschweren ihnen die Nahrungssuche. Werden die Bedingungen für sie vor Ort besonders schlecht, fliegen sie in der Regel davon. Gefüttert werden sollten die Tiere nur in wirklichen Notlagen.
Warum manche Störche zum Überwintern in Deutschland bleiben, ist laut Nabu nicht abschließend geklärt. Allerdings könnte der entscheidende Faktor nicht die Kälte, sondern eben das Nahrungsangebot sein, dass die Vögel zu ihrem Zugverhalten führt.
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