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Thüringen mahnt nach Wolfsangriff in Hamburg zur Vorsicht

Eigentlich eher scheu: Wölfe meiden üblicherweise den Menschen. (Symbolbild) / Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Eigentlich eher scheu: Wölfe meiden üblicherweise den Menschen. (Symbolbild) / Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Nach Wolfsangriff in Hamburg mahnt Thüringen zur Vorsicht. Wölfe können Siedlungen durchqueren. Sichtungen ans KWBL-Bürgertelefon melden.

In Thüringen mahnen Experten zur Vorsicht im Umgang mit Wölfen, nachdem eine Frau in Hamburg nach Behördenangaben von einem verletzt wurde. Wölfe könnten auf ihren Wanderungen auch Ortschaften oder Stadtrandgebiete durchqueren, teilte das Umweltministerium auf Nachfrage mit. Sichtungen in Siedlungsnähe seien bislang im Freistaat eher sporadisch, aber nicht ausgeschlossen. Das Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs (KWBL) nehme derartige Meldungen daher sehr ernst, hieß es.

Ganz entscheidend sei das richtige Verhalten: Menschen sollten sich einem Wolf unter keinen Umständen nähern – auch dann nicht, wenn das Tier ruhig oder neugierig wirkt. Wer einen Wolf in der Nähe von Siedlungen oder Menschen sieht, sollte umgehend das Kompetenzzentrum informieren, hieß es. Das Bürgertelefon sei täglich unter der Nummer 0361/573 941 941 von 8.00 bis 17.00 Uhr erreichbar – auch an Sonn- und Feiertagen.

Sicherheit von Menschen hat oberste Priorität

In akuten Gefahrensituationen sollte sofort die Polizei verständigt werden, da diese für die Gefahrenabwehr zuständig sei. Die Sicherheit der Menschen stehe an höchster Stelle, erklärte das Umweltministerium unter Bezug auf das KWBL. Wenn Wölfe ihre natürliche Scheu vor Menschen abgelegt hätten und auffälliges Verhalten zeigten, könnten sie je nach Einzelfall gezielt vertrieben oder bei gefährlichem Verhalten auch erschossen werden. Am Montagabend war eine Frau in einer Einkaufspassage in Hamburg-Altona von einem verirrten Wolf verletzt worden.

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