Die Thüringer Luchse fühlen sich offenbar sehr wohl. «Während sich Frieda nach wie vor in der Nähe des Auswilderungsortes im mittleren Thüringer Wald aufhält, hat Viorel einen ausgedehnten Streifzug in den südlichen Thüringer Wald unternommen», teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) am Montag zum Stand des Projektes «Luchs Thüringen. Europas Luchse vernetzen» mit. Am Dienstag (11. Juni) wird der Internationale Tag des Luchses begangen.
Mitte Mai waren im Thüringer Wald zwei Luchse in die Freiheit entlassen worden: Frieda wurde im Frühjahr 2022 in einem Gehege des BUND-Wildkatzendorfes Hütscheroda geboren. Viorel ist ein Wildfang aus den rumänischen Karpaten. Beide Luchse sind mit GPS-Sendern ausgestattet. Auf diese Weise können die Streifzüge der Tiere mitverfolgt werden.
«Die letzte Peilung Viorels haben wir ein Stück nordwestlich von Sonneberg aufnehmen können», berichtete Projektkoordinator Markus Port. Interessant sei, dass sich in dieser Gegend bereits einige wenige Luchse aufgehalten hätten. Bei einem systematischen Monitoring mit Fotofallen habe man seit Herbst 2023 im Grenzgebiet zu Bayern drei Luchse nachweisen können.