In Thüringen könnte die Mietpreisbindung für Sozialwohnungen in der Zukunft um mindestens zehn Jahre steigen. Ein entsprechender Vorschlag von Infrastrukturminister Steffen Schütz (BSW) wird von Thüringens Wohnungswirtschaftsverband unterstützt, der Unternehmen mit rund 265.000 verwalteten Wohnungen vertritt. «Wir sind dafür offen», sagte Verbandsdirektor Frank Emrich auf dpa-Anfrage in Erfurt. «Wir wollen die Objekte ohnehin nicht verkaufen.»
Bei einer längeren Mietpreisbindung für Sozialwohnungen müssten allerdings auch die Förderkonditionen des Landes angepasst werden, so Emrich. Nach seinen Angaben fallen in Thüringen pro Jahr im Durchschnitt 800 Wohnungen aus der Mietpreisbindung, die derzeit 20 Jahre beträgt. Das seien mehr, als neue Sozialwohnungen entstehen. Das soll sich ändern - auch mit neuen Förderkonditionen für den sozialen Wohnungsbau, die Schütz für das Frühjahr angekündigt hat.