Das Land Thüringen will den Kommunen bei der aufwendigen Wärmeplanung in den nächsten Jahren zur Seite stehen. Der finanzielle Aufwand dafür werde im Zeitraum bis 2028 auf 20 Millionen Euro geschätzt, teilte das Energieministerium in Erfurt auf Anfrage mit. Davon habe rund 13 Millionen der Bund zugesagt, das Land steuere 7 Millionen Euro bei. Für die Regelungen zur Wärmeplanung solle es ein Landesgesetz geben, das das Parlament möglichst noch vor der Landtagswahl Anfang September verabschieden sollte, so das Ministerium.
Mit einer entsprechenden Zuarbeit für den Landtag beschäftigte sich am Dienstag das Kabinett. Sie gehe nun ans Parlament und liege den Regierungsfraktionen vor, die auch die Opposition einbeziehen wollten. Energieminister Bernhard Stengele (Grüne) sprach von einer Formulierungshilfe für das Parlament. «Sinn und Zweck des Landesgesetzes ist, den Kommunen eine gute Orientierung zu bieten, wie es mit der Wärmeplanung weitergeht.»
Wärmeplanung in Erfurt und Jena begonnen
Ein Bundesgesetz verpflichtet die Länder, sicherzustellen, dass Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern bis Mitte 2026 und kleinere Städte und Gemeinden bis Mitte 2028 Wärmepläne erstellen. An ihnen sollen sich die Bürger bei der Umstellung auf umweltfreundlichere Heizungen orientieren können. Es geht dabei vor allem um Angaben, wo künftig eine Fernwärmeversorgung vorgesehen ist oder ob das Stromnetz für Wärmepumpen verstärkt wird.