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Liga fordert verpflichtende integrierte Sozialplanung für Thüringer Kommunen

Künftig braucht Thüringen mehr Pflegeplätze. (Symbolbild) / Foto: Martin Schutt/dpa
Künftig braucht Thüringen mehr Pflegeplätze. (Symbolbild) / Foto: Martin Schutt/dpa

Liga der Freien Wohlfahrtspflege fordert in Erfurt verpflichtende integrierte Sozialplanung, um Pflege, Jugendhilfe und Angebote vor Ort zu vernetzen.

Ob Pflegeplätze, Kindergärten oder Jugendzentren: Welche sozialen Einrichtungen Menschen in den Thüringer Kommunen brauchen, kann von Ort zu Ort unterschiedlich sein. Und auch die Art und Weise, wie so etwas geplant wird, unterscheidet sich je nach Kommune, wie die Liga der Freien Wohlfahrtspflege anlässlich des Thüringer Sozialgipfels in Erfurt beklagt. Sie fordert daher eine verpflichtende integrierte Sozialplanung in den Kommunen.

Einheitliche Struktur gefordert 

«Es darf kein Zufall sein, ob sich ein Landrat dem Thema widmet, weil er da Lust drauf hat oder nicht», sagt Pascal Simoleit, der sich bei der Liga um das Thema Sozialplanung kümmert. Es brauche daher eine Struktur, die in allen Landkreisen gleich sei - basierend auf Daten und Fakten von vor Ort und unter Einbindung aller wichtigen Akteure, einschließlich der Wohlfahrtspflege, aber auch der Zivilgesellschaft. «Das passiert so in der Regel noch nicht.»

Jugendhilfeplanung oder Pflegeplanung stünden oft noch nebeneinander, ergänzt Liga-Geschäftsführer Tino Grübel. «Familien vor Ort haben aber nicht nur ein Kind, sondern vielleicht auch noch pflegebedürftige Eltern. Wir wollen daher eine integrierte Sozialplanung, dass man alles miteinander verknüpft.»

Regionale Unterschiede 

Wenn man sich wirklich gemeinsam an einen Tisch setze, könne gewährleistet werden, dass in fünf oder zehn Jahren auch die Angebote vor Ort für die Bürgerinnen und Bürger da seien, die benötigt werden. Dabei könnten sich die Bedarfe vor Ort durchaus unterscheiden. «Die Pflegequote in Weimar ist anders als im Altenburger Land. Da braucht es andere Lösungen.»

Für die Kommunen bedeute eine solche integrierte Sozialplanung zunächst Mehraufwand, sagte er weiter. Dafür brauche es auch Unterstützung vom Land oder vom Bund. Dass es für die Bürger unterschiedliche Zuständigkeiten bei Ansprechpartnern gebe, werde voraussichtlich nicht aufgelöst werden können. «Ich will aber nicht ausschließen, dass das Ziel sein kann, für die Bürger eine Anlaufstelle zu haben.»

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