Ob Pflegeplätze, Kindergärten oder Jugendzentren: Welche sozialen Einrichtungen Menschen in den Thüringer Kommunen brauchen, kann von Ort zu Ort unterschiedlich sein. Und auch die Art und Weise, wie so etwas geplant wird, unterscheidet sich je nach Kommune, wie die Liga der Freien Wohlfahrtspflege anlässlich des Thüringer Sozialgipfels in Erfurt beklagt. Sie fordert daher eine verpflichtende integrierte Sozialplanung in den Kommunen.
Einheitliche Struktur gefordert
«Es darf kein Zufall sein, ob sich ein Landrat dem Thema widmet, weil er da Lust drauf hat oder nicht», sagt Pascal Simoleit, der sich bei der Liga um das Thema Sozialplanung kümmert. Es brauche daher eine Struktur, die in allen Landkreisen gleich sei - basierend auf Daten und Fakten von vor Ort und unter Einbindung aller wichtigen Akteure, einschließlich der Wohlfahrtspflege, aber auch der Zivilgesellschaft. «Das passiert so in der Regel noch nicht.»
Jugendhilfeplanung oder Pflegeplanung stünden oft noch nebeneinander, ergänzt Liga-Geschäftsführer Tino Grübel. «Familien vor Ort haben aber nicht nur ein Kind, sondern vielleicht auch noch pflegebedürftige Eltern. Wir wollen daher eine integrierte Sozialplanung, dass man alles miteinander verknüpft.»