Angesichts wiederkehrender Dürrephasen sollen mit einem neuen Projekt Möglichkeiten erprobt werden, Wasser in der Fläche zu halten. «Wir wollen gemeinsam mit Landwirten und Gartenbauern Lösungsansätze entwickeln, um mit einer nachhaltigen Bewirtschaftung die Ressource Wasser zu schonen und damit auch längere Dürreperioden zu überstehen», sagte Thüringens Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU). Ziel sei es, die Landwirtschaft bei der Klimaanpassung zu unterstützen.
Wasser verteilen und speichern
Mit dem neuen Projekt sollen etwa Entwässerungsgräben besser gesteuert und mehr Gehölzstreifen angelegt werden. Außerdem soll der Wasserabfluss durch Hindernisse wie Mulden und Wälle verlangsamt und das Wasser besser verteilt werden. Auch die Speicherung von Wasser in Becken ist vorgesehen.
«Mit dem Projekt wird Wasser, das bisher bei Starkregen durch Erosion fruchtbaren Boden in die Gewässer spülte, für die Landwirtschaft nutzbar gemacht», sagte Thüringens Umweltminister Tilo Kummer (BSW). Gleichzeitig werde die Wasserspeicherfähigkeit der Böden verbessert. «Das dient dem Pflanzenwachstum bei Trockenheit und reduziert Hochwasser in Phasen langanhaltender Niederschläge.»
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