Thüringens Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat die Schließung des Zalando-Logistikzentrums in Erfurt mit Verweis auf die staatliche Unterstützung für das Unternehmen kritisiert. «Mich macht das fassungslos», sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Die Entscheidung, den Standort dichtzumachen, sei eine Missachtung von Arbeitnehmern und Region. «Der Aufstieg von Zalando als Internethändler geht mit dem Logistikzentrum in Erfurt einher.»
Ramelow, heute Bundestagsvizepräsident, sprach von einer kalten Abwicklung des Standorts mit nicht viel mehr als dem gesetzlich vorgeschriebenen Sozialplan. Er sprach von «Raubtierkapitalismus». Der Versandhändler hatte sich nach seiner Gründung als Start-up in Berlin bei Erfurt seien ersten großen Logistik-Standort aufgebaut, der nach Unternehmensangaben heute rund 2.700 Arbeitnehmer beschäftigt.