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BBSR-Prognose: Erwerbspersonen schrumpfen besonders in Anhalt‑Bitterfeld‑Wittenberg, Nordthüringen und Altmark

Die Prognose sieht besonders in Teilen Sachsen-Anhalts und Thüringens deutliche Rückgänge bei den Erwerbspersonen (Symbolbild) / Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Die Prognose sieht besonders in Teilen Sachsen-Anhalts und Thüringens deutliche Rückgänge bei den Erwerbspersonen (Symbolbild) / Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

BBSR-Prognose: In Anhalt‑Bitterfeld‑Wittenberg, Nordthüringen und Altmark könnte die Zahl der Erwerbspersonen bis 2045 um rund ein Fünftel sinken; bundesweit kaum Veränderung.

Sachsen-Anhalt und Thüringen stehen einer neuen Prognose zufolge vor besonders starken Einbrüchen beim Arbeitskräfteangebot. In Regionen wie Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg und Nordthüringen könnte die Zahl der Erwerbspersonen bis 2045 um mindestens ein Fünftel sinken. Das geht aus einer neuen Untersuchung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor. 

Demnach zählen diese Regionen zu den bundesweit am stärksten betroffenen Gebieten. Auch die Altmark in Sachsen-Anhalt wird mit ähnlich deutlichen Rückgängen genannt.

Während die Zahl der Erwerbspersonen in Deutschland insgesamt nahezu stabil bleibt und nur leicht um rund 0,5 Prozent auf etwa 43,3 Millionen sinken dürfte, verschärfen sich die regionalen Unterschiede deutlich. In mehr als der Hälfte der 96 untersuchten Regionen wird ein Rückgang erwartet.

Zu wenig Nachwuchs als Hauptproblem

Als Hauptursache nennt das BBSR den demografischen Wandel. In strukturschwächeren Regionen wie Teilen Sachsen-Anhalts und Thüringens rückten zu wenige junge Menschen nach, um altersbedingt ausscheidende Arbeitskräfte zu ersetzen. Zuwanderung und eine höhere Erwerbsbeteiligung könnten diese Verluste dort nicht ausreichend ausgleichen.

Anders sieht es in wirtschaftsstarken Ballungsräumen aus: Städte wie Berlin, Hamburg und München dürften laut Prognose deutliche Zuwächse verzeichnen - vor allem durch Zuzug.

Handlungsbedarf bei Zuwanderung und Qualifizierung

Die Studienautoren sehen politische Ansatzpunkte, insbesondere bei der Zuwanderung sowie bei der stärkeren Einbindung bislang unterrepräsentierter Gruppen in den Arbeitsmarkt. Zudem gewinne Weiterbildung an Bedeutung, um Wissen trotz schrumpfender Belegschaften zu sichern.

Als Erwerbspersonen gelten laut BBSR alle Menschen im Alter von 15 bis unter 75 Jahren, die arbeiten wollen - unabhängig davon, ob sie tatsächlich erwerbstätig sind.

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