Der SPD-Bildungspolitiker Matthias Hey hat sich für eine schnellere Umsetzung der beschlossenen Verbesserungen bei der Betreuung in Kindergärten ausgesprochen. Derzeit gebe es eine Übergangsfrist bis Ende 2027 für die Einrichtungen, die neuen Vorgaben beim Personalschlüssel zu erfüllen, sagte Hey. Nun sei geplant, die zusätzlichen Landesmittel an eine Umsetzung bis Ende Juli zu knüpfen. «Das sichert den Beschäftigten eine Perspektive», sagte Hey, der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt.
Geld an Umsetzung im Sommer knüpfen
Hintergrund sind die Auswirkungen des demografischen Wandels, die in Thüringens Kindergärten immer stärker spürbar werden. In vielen Einrichtungen bleiben inzwischen Plätze frei. Um den Effekt abzufedern, hatten im Jahr 2024 noch vor dem Regierungswechsel Linke, SPD, Grüne und die CDU eine Änderung des Personalschlüssels im Kindergartengesetz verabschiedet. Eine Erzieherin muss sich seitdem um weniger Kinder gleichzeitig kümmern, was die Betreuungsqualität verbessern und zugleich Arbeitsplätze erhalten sollte. Für die die Umsetzung bekamen die Träger Zeit bis Ende 2027. Nun soll es schneller gehen.
«Ich muss ja an die Beschäftigten denken», sagte Hey auf die Frage, ob diese Pläne nicht den Druck auf die Träger erhöhten. Zudem wolle die Koalition kleineren Kindergärten finanziell helfen und Zuschläge bei der Pro-Kopf-Pauschale für kleine Einrichtungen gewähren, um drohende Schließungen möglichst abzuwenden.
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