Wissensdurst hat im vergangenen Semester wieder vor allem ältere Semester als Gasthörer an Thüringens Hochschulen gebracht. Die älteste Person, die sich im Wintersemester 2025/26 als Gast für Lehrveranstaltungen angemeldet hatte, war 91 Jahre alt – die jüngste 16. Letztere ist mit ihrem jungen Alter aber die Ausnahme gewesen: Das Durchschnittsalter der Gasthörer betrug laut Landesamt für Statistik knapp 59 Jahre.
Insgesamt 249 Gasthörerrinnen und -hörer zählten die Statistiker an Thüringens Hochschulen im vergangenen Semester. Das seien vier mehr als im vergangenen Jahr gewesen. Gasthörer machen aber nur einen winzigen Teil derer aus, die in Vorlesungen und anderen Uni-Veranstaltungen sitzen. Zur Einordnung: Insgesamt rund 158.500 Studierende waren nach vorläufigem Ergebnis im Wintersemester 2025/26 an Thüringens Hochschulen eingeschrieben; der Großteil davon allerdings an der IU Internationalen Hochschule in Erfurt, die etwa Fernstudiengänge anbietet.
Wo die meisten Gasthörer zu finden sind und was sie interessiert
Mit 146 Personen war die Gasthörerschaft an der Friedrich-Schiller-Uni in Jena am größten, gefolgt von der Uni Erfurt mit 46. Die Gasthörerinnen und -hörer wollten demnach vor allem in der Fächergruppe Geisteswissenschaften (138 Personen) und dort besonders in der Fachrichtung Geschichte (54 Personen) ihr Wissen erweitern. Auch Philosophie, Evangelische Theologie und Religionslehre seien vergleichsweise beliebt bei der Gasthörerschaft gewesen.
Grundsätzlich steht die Gasthörerschaft allen Interessierten offen. Es gelten keine Altersbeschränkungen, auch ein Abitur oder eine andere Ausbildung ist nicht nötig. In der Regel müssen sich Interessierte an den Hochschulen als Gasthörer anmelden und dafür pro Semester eine Gebühr zahlen. Sie können dann etwa einzelne Vorlesungen besuchen.
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