Immer mehr Menschen in Thüringen verlieren jährlich aufgrund einer Erkrankung an Parkinson ihr Leben. 318 Patientinnen und Patienten mit Wohnsitz in Thüringen sind 2024 nach Angaben des Landesamts für Statistik infolge der chronischen neurologischen Erkrankung gestorben. Somit habe sich die Zahl solcher Sterbefälle seit 2004 verdreifacht. Ebenso sei der Anteil der auf Parkinson zurückzuführenden Tode an allen Sterbefällen in Thüringen in diesem Zeitraum von 0,4 auf 1,0 Prozent gestiegen.
Die Nervenkrankheit Parkinson gilt als weit verbreitet. Allein in Deutschland sind laut der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen 400.000 Menschen davon betroffen. Die Folgen sind häufig steife Muskeln, verlangsamte Bewegungen und unkontrollierbares Zittern.
Schleichende Symptome, viele Todesfälle unter Senioren
Die Symptome entwickeln sich demnach schleichend und werden im Verlauf der Erkrankung schlimmer. Betroffene werden zunehmend in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt. Festgestellt wird die Erkrankung meist bei etwas älteren Menschen: Patientinnen und Patienten erhalten in der Regel zwischen dem 55. und dem 60. Lebensjahr die Diagnose.
In Thüringen, wo die Bevölkerung zunehmend älter wird, waren fast drei Viertel der 2024 an Parkinson Gestorbenen 80 Jahre alt oder älter. Im Durchschnitt wurden die Betroffenen 82,1 Jahre alt.
Entsprechend der Entwicklung stieg auch die Zahl der 2024 in Thüringer Krankenhäusern vollstationär behandelten Patientinnen und Patienten auf 1.756. Das waren den Statistikern zufolge 828 mehr als im Jahr 2004.
Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag.
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