Unter den Bundesländern mit Medizinstudienplätzen an staatlichen Hochschulen ist Thüringen das mit den geringsten Studienplatzkapazitäten. Das geht aus einer Analyse des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh hervor. Mit 286 Studienplätzen an der Universität Jena, Thüringens einziger staatlichen Ausbildungsstätte für angehende Mediziner, liegt der Freistaat auf dem letzten Platz der Länder, die staatliche Studiengänge Humanmedizin anbieten. Das sind mit Ausnahme von Brandenburg und Bremen alle Bundesländer. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2024.
Kapazitäten an Uni Jena erhöht
Angesichts größer werdender Ärztelücken in vielen Regionen Thüringens und des steigenden Behandlungsbedarfs einer zunehmend alternden Bevölkerung hatte Thüringen die Zahl der Studienplätze in Jena vor vier Jahren um zehn Prozent auf 286 aufgestockt. In Vorbereitung ist eine Vorabquote für Bewerber, die sich zur mindestens zehnjährigen Arbeit in unterversorgten Regionen des Freistaats nach Studienabschluss verpflichten. In Thüringen ist das Medizinstudium seit zwei Jahren außerdem an einer privaten Hochschule in Erfurt möglich.
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