Im Prozess um die Ermordung eines 63-Jährigen in Sonneberg ist die Partnerin des Mannes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Meiningen sprach die 22-Jährige wegen Mordes und Raubes mit Todesfolge schuldig. Das Gericht folgte damit der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte eine Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung mit fahrlässiger Tötung und Unterschlagung gefordert.
22-Jährige in Ungarn verhaftet
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die 22-jährige Ungarin den Mann im vergangenen Mai ermordete. In der Anklage hatte es geheißen, der Mann sei von drei Messerstichen getroffen worden, zwei der von hinten geführten Stiche durchtrennten das Skelett im Brustkorb. Zum Tod führte demnach der letzte Stich, der die Luftröhre traf.
Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wollte die Frau einen Laptop und drei Smartphones von dem 63-Jährigen stehlen, die Geräte soll sie mitgenommen haben.
Die Frau ist Ungarin, der getötete Mann war ein Landsmann. Beide führten schon in Ungarn eine Beziehung, wie in dem Prozess bekannt wurde. In Sonneberg soll die Frau übergangsweise bei dem späteren Opfer gewohnt haben. Nach der Tat war die 22-Jährige mit einem europäischen Haftbefehl gesucht und schließlich in Ungarn verhaftet worden.
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