Mit Schutzweste und Notrufpager zum Schuldner: Thüringer Gerichtsvollzieher geraten bei Pfändungen oder Zwangsräumungen oft in konfliktbehaftete und emotionsgeladene Situationen, die auch zu körperlichen Angriffen führen können. Um die rund 95 Gerichtsvollzieher im Freistaat besser zu schützen, weitet das Land die Schutzvorkehrungen aus. Voraussichtlich ab diesem März ist über die Notrufpager bei einer dringenden Gefahr eine Mithörfunktion möglich.
Diese mobilen Notrufsender gehören in Thüringen bereits seit 2021 zur freiwilligen Ausstattung der Gerichtsvollzieher, von denen rund die Hälfte Frauen sind. Aktuell nutzen 46 der Thüringer Gerichtsvollzieher die kleinen Pager bei ihren Einsätzen. Bei Gefahr drücken sie kurz einen roten Knopf und setzen so einen Notruf ab.