Zwei Buchenwald-Verbände haben Kulturstaatsminister Wolfram Weimer aufgefordert, auf einen öffentlichen Auftritt beim Gedenken zur Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers zu verzichten. Sie werfen den parteilosen Politiker vor, er habe es an Verständnis für KZ-Überlebende missen lassen. Der Zentralrat der Juden und der israelische Botschafter Ron Prosor stellten sich hingegen ausdrücklich hinter Weimer. Auch der Leiter der Gedenkstätte Buchenwald, Jens-Christian Wagner, begrüßte Weimers Teilnahme an der geplanten Gedenkveranstaltung am 12. April.
Die Vorsitzende der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora, Katinka Poensgen, und der Vorsitzende der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora, Horst Gobrecht - zwei Zusammenschlüsse von Angehörigen ehemaliger politischer Häftlinge des Lagers - äußerten ihre Kritik in einem offenen Brief an Weimer. «Tatsächlich haben wir Sie und Ihre inhaltlichen Positionen in den vergangenen Jahren nicht so wahrgenommen, dass Sie sich mit dem Vermächtnis der Überlebenden von Buchenwald und anderer Lager positiv beschäftigt hätten», heißt es darin.