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Von Rock bis Klassik – breite Festival-Vielfalt in Thüringen

In Thüringen locken zahlreiche Festivals im Sommer und Frühherbst mit Musik, Theater und Kultur. (Archivbild) / Foto: Daniel Karmann/dpa
In Thüringen locken zahlreiche Festivals im Sommer und Frühherbst mit Musik, Theater und Kultur. (Archivbild) / Foto: Daniel Karmann/dpa

Musik, Spiele und Theater unter freiem Himmel: Auch abseits der großen Festivals bietet Thüringen eine weite Bandbreite für unterschiedliche Fans.

Wenn von Thüringer Festivals die Rede ist, fallen meist bekannte Namen wie die DomStufen-Festspiele in Erfurt, das SonneMondSterne-Festival an der Bleilochtalsperre oder das auf Folk und Weltmusik spezialisierte Rudolstadt Festival. Doch der Freistaat hat weit mehr zu bieten. Neben den großen Publikumsmagneten locken zahlreiche kleinere und ungewöhnliche Festivals mit besonderen Konzepten und einzigartiger Atmosphäre. Hier eine Auswahl:

1. Black Lower Castle Festival (26.–27. Juni, Kranichfeld)

Beim Black Lower Castle Festival auf der Niederburg Kranichfeld kommen Fans der schwarzen Szene auf ihre Kosten. Auf zwei Bühnen treffen Dark Wave, Synth-Pop, EBM und Dark Electro auf mittelalterliches Burgambiente. In diesem Jahr haben sich unter anderem Solar Fake, Faderhead, Welle: Erdball, Das Ich und Chrom angekündigt. Ergänzt wird das Programm durch eine Lesung und eine Aftershow-Party.

2. Der Weg des Orpheus (ab 26. Juni, Gera)

Ebenfalls Ende Juni steht in Gera das Freilicht-Stationentheater «Der Weg des Orpheus» an. Das Publikum bewegt sich dabei zwischen verschiedenen Spielorten und wird Teil eines besonderen Theatererlebnisses unter freiem Himmel.

3. Heidewitzka Festival (2.–4. Juli, Hildburghausen)

Das Heidewitzka Festival richtet sich vor allem an Fans von Techno, EDM, Hardtekk und Hard Dance. Auf dem Gelände in der «Langen Heide» bei Hildburghausen treffen sich drei Tage lang mehrere tausend Besucherinnen und Besucher zu einem breiten Spektrum elektronischer Musik. In diesem Jahr sind auf zehn Bühnen mehr als 100 Acts angekündigt. 

Auf der Hauptbühne sowie mehreren thematisch ausgerichteten Floors treten unter anderem internationale Szene-Acts und bekannte Namen der elektronischen Musik auf, darunter etwa Dr. Peacock und Komacasper sowie weitere Künstler aus der Hard-Dance- und Techno-Szene.

4. Stoned from the Underground (9.–11. Juli, Erfurt)

Am Alperstedter See bei Erfurt treffen sich Fans von Stoner Rock und Doom Metal. Das Festival bietet ein dreitägiges Programm in entspannter Open-Air-Atmosphäre. In diesem Jahr stehen mehr als 30 Bands auf dem Line-up, darunter Acts wie Elder, Mars Red Sky und Monkey3. Musikalisch reicht das Spektrum von psychedelischem Stoner Rock über Doom bis hin zu Heavy Psych und instrumentalen Rock-Varianten.

5. Medival Electronic Open Air (14.–19. Juli, Gerstungen)

Das Medival Electronic Open Air verbindet elektronische Musik mit mittelalterlicher Kulisse. In der Burgruine Brandenburg bei Gerstungen treffen moderne DJ-Sets auf historisches Ambiente. Das Festival setzt dabei vor allem auf Techno, House und härtere elektronische Spielarten wie Hardtekk und Industrial. Ergänzt wird das Programm unter anderem durch Live-Performances und Themenabende.

6. Biergarten Festival (30. Juli–2. August, Katharinenberg)

Wer Blasmusik, Volksmusik oder Schlager bevorzugt, ist beim Biergarten Festival im Südeichsfeld richtig. Neben vier Bühnen gehört ein großer Biergarten zum Konzept der Veranstaltung. Musikalisch reicht das Spektrum von klassischer Blasmusik über Volksrock und Schlager bis hin zu Party- und Coverformaten sowie elektronisch geprägten DJ-Sets in den Abendstunden.

7. Party.San Metal Open Air (6.–8. August, Schlotheim)

Das Party.San Metal Open Air findet auf dem Flugplatz Obermehler bei Schlotheim statt. Der Schwerpunkt liegt auf Death Metal, Black Metal, Thrash Metal und verwandten Spielarten. Für diesen Sommer sind rund 50 Bands aus der internationalen Metal-Szene angekündigt. Das Line-up umfasst dabei sowohl etablierte Szenegrößen als auch jüngere und Underground-Acts. 

8. Woodstock Forever Festival (12.–16. August, Waffenrod)

Das Woodstock Forever Festival lässt in Südthüringen die Atmosphäre der Hippie-Ära wieder aufleben. Musik, Dekoration und Rahmenprogramm orientieren sich am Geist des legendären Woodstock-Festivals von 1969. Das musikalische Spektrum reicht von Rock, Folk und Blues bis hin zu akustischen und jam-orientierten Live-Formaten. Ergänzt wird das Programm durch thematisch passende Rahmenangebote wie Workshops, Kunstaktionen und ein bewusst entspanntes Tagesprogramm.

9. Altenburger Spielefestival (21.–23. August, Altenburg)

Nicht Musik, sondern das Spielen steht hier im Mittelpunkt. Zum 1.050-jährigen Stadtjubiläum von Altenburg wird das Festival in diesem Jahr besonders groß gefeiert – mit Spiele-Flashmob, VR-Arena und zahlreichen Mitmachangeboten. Anlass ist die traditionsreiche Spielkultur der Ostthüringer Stadt, die als Heimat des Skatspiels gilt.

10. Friedenstein Open Air (14.–29. August, Gotha)

Im Schlosshof Friedenstein präsentiert die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach ein sommerliches Open-Air-Programm mit klassischer Musik in historischer Kulisse. Die Reihe umfasst verschiedene sinfonische und kammermusikalische Formate sowie Programme, in denen klassische Musik auf moderne Arrangements und populäre Musik trifft. Unabhängig davon wird Anfang Juli im Schlosshof die Open-Air-Musiktheaterproduktion «Königshaut – Grimmenstein zu Friedenstein» aufgeführt. 

11. Baukultur-Festival (4.–5. September, Apolda)

Architektur, Nachhaltigkeit und die Zukunft von Städten und Dörfern stehen im Mittelpunkt des mittlerweile dritten Baukultur-Festivals im Eiermannbau. Vorträge, Diskussionen, Workshops, Ausstellungen und ein DJ-Set auf dem Dach prägen das Programm. Das Festival möchte Menschen zusammenbringen, die Städte und Dörfer gestalten. Thematisch geht es unter anderem um Themen wie den «Umbau Ost».

12. Güldener Herbst (25.–27. September, Gotha)

Das Festival «Güldener Herbst» widmet sich im Herbst wieder der Alten Musik. Es steht in diesem Jahr unter dem Motto «Genuss». Veranstaltungsorte sind vor allem historische Spielstätten in Gotha, darunter Kirchen und Säle mit besonderer Akustik. Im Mittelpunkt steht Musik vom Mittelalter bis zum Barock, gespielt auf historischen Instrumenten oder nach historischen Interpretationsweisen.

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