Thüringens AfD-Co-Chef Stefan Möller hat sich gegen Arbeit für Asylbewerber ausgesprochen und AfD-Landrat Robert Sesselmann gelobt. «Es geht den Leuten, die die AfD wählen, nicht darum, dass man Asylbewerber, insbesondere auch geduldete, in Arbeit bringt. Es geht darum, dass wir die Leute abschieben und genau das tut der Mann», sagte Möller im ZDF-Morgenmagazin.
Zuwanderung von Fachkräften nötig
Hintergrund sind Zahlen, wonach Deutschlands einziger AfD-Landrat Sesselmann im Landkreis Sonneberg nur wenige Asylbewerber zu gemeinnütziger Arbeit verpflichtet hat, während etwa ein CDU-Landrat in Ostthüringen bereits für 100 Asylbewerber Arbeitsgelegenheiten geschaffen hat.
Das Prinzip dahinter: Asylbewerber müssen vier Stunden pro Tag arbeiten und erhalten 80 Cent pro Stunde als Entschädigung. Verweigern sie die Arbeit, drohen Sanktionen. Eingeladen für das Gespräch im Morgenmagazin war nach Angaben des Moderators AfD-Rechtsaußen und Spitzenkandidat Björn Höcke, der absagte.
Mit Blick auf den Fachkräftemangel in der Wirtschaft sagte Möller: «Es wird kurzfristig ohne Fachkräftezuwanderung nicht gehen.» Die AfD wolle aber vor allem die «eigenen Reserven» aktivieren, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen.