BSW-Vorstandsmitglied Klaus Ernst weist die Idee des thüringischen AfD-Vorsitzenden Björn Höcke zurück, BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht zur Ministerpräsidentin von Thüringen zu machen. «Das ist absoluter Quatsch, ein billiger PR-Gag Höckes», sagte Ernst der «Augsburger Allgemeinen». «Seit unserer Gründung haben wir eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen, insbesondere eine gemeinsame Regierung.» Er nannte die AfD eine «in Teilen faschistische und rechtsradikale Partei».
Höcke hatte Wagenknecht aufgefordert, sich von AfD und BSW im Erfurter Landtag zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen. «Werden Sie Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen», sagte Höcke, der auch die AfD-Landtagsfraktion führt, in einem Video auf X.
Wagenknecht selbst hat sich auf Anfrage noch nicht öffentlich zu der Offerte geäußert.
Derzeit regiert das BSW in Thüringen mit der CDU und der SPD in einer sogenannten Brombeer-Koalition. Rechnerisch wäre eine Mehrheit von AfD und BSW im Erfurter Landtag möglich. Die Landesverfassung erlaubt auch Kandidaturen von Personen, die selbst kein Landtagsmandat haben. Wagenknecht ist dort nicht Abgeordnete.