Dass bei den Protesten gegen den AfD-Parteitag in Erfurt mehrere Journalisten angegriffen und verletzt wurden, ist im Bundestag parteiübergreifend verurteilt worden. Die CDU-Abgeordnete Caroline Bosbach warnte davor, gewalttätige Übergriffe als «Kollateralschäden im Kampf gegen den sogenannten Faschismus» zu rechtfertigen. Katrin Göring-Eckardt von den Grünen distanzierte sich bei einer Aktuellen Stunde ausdrücklich von den Attacken und betonte: «Pressefreiheit ist ein unverhandelbares Grundrecht.»
Bei den Protesten waren am Samstag drei Reporter des rechtskonservativen Portals «Apollo News» körperlich angegriffen worden. Einem von ihnen soll gegen den Kopf getreten worden sein. Ein Vertreter der «Jungen Freiheit» wurde außerdem beraubt. AfD-Fraktionsgeschäftsführer Götz Frömming warf den anderen Parteien vor, dass es keinen Aufschrei nach den Übergriffen linker Demonstranten gegeben habe: «Sie machen sich stillschweigend zu den Komplizen derjenigen, die das getan haben.»
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