Der Krieg im Iran wird die Welt aus Sicht des Chefs des Logistikkommandos der Bundeswehr in Erfurt, Jochen Deuer, weiter in Atem halten. «Wir müssen uns gegebenenfalls auch auf eine weitere Zäsur vorbereiten», sagte er beim Jahresempfang der Bundeswehrdienststellen in Erfurt. Es seien auch Soldaten unter seinem Kommando in der Region - in Jordanien, dem Irak und in Israel. Es sei aber nicht klar, ob sie aus Thüringen seien. Er habe etwa 70 Standorte in Deutschland. Das Kommando mit Sitz in Erfurt ist für alle logistischen Prozesse der Bundeswehr verantwortlich.
20 Prozent mehr Bewerber
Zur Sicherung der Wertegemeinschaft und der Souveränität brauche es eine glaubhafte Abschreckung, sagte Deuer weiter. «Wir alle werden unseren Beitrag dazu leisten müssen.» In den letzten Monaten seien die Zahlen beim Personal in der Bundeswehr gestiegen, auch die Bewerberzahlen hätten um 20 Prozent zugelegt. Das zeige, dass es in die richtige Richtung gehe.
Lob vom Landeskommando für den Freistaat
Der Chef des Thüringer Landeskommandos, Klaus Glaab, sagte, Sicherheit zeige sich im Schutz kritischer Infrastruktur, beim funktionierenden Bevölkerungsschutz, in einsatzfähigen Sicherheitsbehörden und vorbereiteten Verwaltungsstrukturen. Thüringen habe hier Fortschritte gemacht.
«Im vergangenen Jahr ist Thüringen sichtbar in Bereichen vorangekommen, die lange als Baustellen galten.» Es gebe jetzt klarere Krisenstrukturen, bessere Abstimmungen zwischen Bund, Land und Kommunen, eine gestärkte Aufmerksamkeit für den Bevölkerungsschutz und eine realistischere Bewertung von Risiken.
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