Die Polizei hat bei den Protestaktionen gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt vereinzelt mit Zwang auf Durchbruchsversuche bei Absperrungen oder Tätlichkeiten reagiert. Die Vorfälle vom Samstag würden analysiert, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag auf Anfrage in Erfurt. Bei einer Blockade der Autobahn A 71 bei Erfurt durch Aktivisten habe es einen Schlagstockeinsatz gegeben. Videos dazu lägen vor.
Mehrfach sei Pfefferspray eingesetzt worden, wenn Beamte von Demonstranten stark bedrängt worden seien, so der Sprecher. Beim Versuch von Demonstranten, eine Absperrung im Ortsteil Frienstedt zu durchbrechen und Polizisten anzugreifen, hätten Einsatzkräfte körperliche Gewalt einsetzen müssen. Insgesamt seien die Demonstrationen und Protestaktionen gegen den AfD-Bundesparteitag jedoch weitgehend friedlich verlaufen, bekräftigte der Polizeisprecher.
Die Polizei nannte erneut mehr als 31.000 Teilnehmer an den Demonstrationen, Kundgebungen und Sitzblockaden. Die Bündnisse «Widersetzen» und «Zusammenstehen» als Organisatoren sprechen von etwa 50.000 Menschen, die sich beteiligten und bundesweit anreisten.
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