90 Prozent der Thüringer halten die Demokratie für die beste Staatsform, mehr als die Hälfte ist jedoch unzufrieden, wie sie umgesetzt wird. Dieser Befund aus dem neuen Thüringen-Monitor sorgte für eine kontroverse Debatte im Landtag in Erfurt. «Wir nehmen diese Werte sehr ernst», sagte Staatskanzleiminister Stefan Gruhner in einer Regierungserklärung. Die Lücke zu verkleinern, mit der ein Vertrauensverlust in die Politik einhergehe, sei «die größte politische Aufgabe der Landesregierung». Kritik am Agieren der Regierung übten die Oppositionsfraktionen AfD und Linke.
Ziel der Koalition von CDU, BSW und SPD sei es, verlässlich und möglichst geräuschlos Versprechen einzulösen, Ergebnisse zu liefern, die das Leben der Menschen im Freistaat leichter machen, sagte Gruhner. Es gehe um «Lösungen statt Lärm.» Vertrauen entstehe nicht nur durch Ergebnisse, sondern auch die Art, wie regiert werde: «Wir tragen Konflikte intern aus.»