Sieben Wochen nach der Landtagswahl in Thüringen sind die Chancen gestiegen, dass es zu Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, BSW und SPD kommt. Thüringens Sozialdemokraten gaben am Samstag wie zuvor die CDU den Weg für eine mögliche Brombeer-Koalition frei. Zudem beschlossen sie eine Mitgliederbefragung, wenn ein Koalitionsvertrag vorliegt, wie SPD-Chef Georg Maier nach einer Vorstandssitzung in Erfurt sagte.
Das BSW ist nach Angaben von Landeschefin Katja Wolf ebenfalls zu Koalitionsverhandlungen bereit - vorausgesetzt, es kommt zuvor zu einer Einigung mit den beiden anderen Partnern zu den bisher strittigen friedenspolitischen Forderungen der Wagenknecht-Partei.
Sie sollen in die Präambel eines möglichen Koalitionsvertrags aufgenommen werden. Gespräche sind noch in der ersten Wochenhälfte geplant, hieß es in Erfurt.