Die drei ostdeutschen Bundesländer Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wollen mit einer gemeinsamen Bundesratsinitiative die deutsch-polnischen Beziehungen ausbauen. «Sachsen und Brandenburg gehören schon aufgrund der gemeinsamen Grenze zu den aktivsten Gestaltern der deutsch-polnischen Zusammenarbeit», erklärten die Kabinette beider Länder bei einer gemeinsamen Sitzung am Dienstag in Boxberg. Der Vorstoß solle auf Initiative Sachsens am 17. Mai in den Bundesrat eingebracht werden. Damit werde der Bund aufgefordert, ein deutsch-polnisches Interrail-Ticket zur Förderung der Begegnung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach dem deutsch-französischen Vorbild einzuführen.
Zudem solle die Einrichtung eines deutsch-polnischen Bürgerfonds geprüft werden, um Begegnungen der Zivilgesellschaft auch für Erwachsene zu erleichtern. Sachsen und Brandenburg bekennen sich den Angaben nach zum Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und regen die Ausarbeitung eines neuen deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages an, der 2026 zum 35. Jubiläum des Freundschaftsvertrages von 1991 unterzeichnet werden könnte.