CDU, BSW und SPD in Thüringen ringen hart um einen Kompromiss zu den friedenspolitischen Forderungen, die BSW-Chefin Sahra Wagenknecht zur Voraussetzung für den Start von Koalitionsverhandlungen gemacht hat. Die Spitzen der drei Parteien sind in dieser Woche mehrfach zu Gesprächen zusammengekommen, bestätigten Vertreter von CDU, BSW und SPD in Erfurt. Formulierungen zu finden, die die drei unterschiedlichen Parteien in der Präambel eines möglichen Koalitionsvertrages mittragen können, sei schwierig, hieß es. Damit sind die Bemühungen um eine Brombeer-Koalition in Thüringen weiterhin in einer recht kritischen Phase.
Zur aktuellen Rolle von Wagenknecht, die nach erfolgreichen Thüringer Sondierungsgesprächen und der Vorlage eines Ergebnispapiers die Einigung zur Friedenspräambel zur Bedingung weiterer Verhandlungen gemacht hatte, wollten sich von den drei Parteien in Erfurt niemand äußern.
Ob und wann ein möglicher Kompromiss vorliegt, ist weiter offen. Nicht mehr in dieser Woche, hieß es aus Verhandlungskreisen. Thüringens SPD-Chef Georg Maier sagte MDR Thüringen, er würde gerne spätestens am kommenden Montag mit Koalitionsverhandlungen beginnen. Vertreter der beiden anderen Parteien äußerten sich auf Anfrage sehr skeptisch zum Montag als möglichen Verhandlungsstart.