Das Verhältnis zwischen Teilen des Thüringer BSW und dem Bundesvorstand der Partei bleibt angespannt. Bei einer Dialogveranstaltung in Suhl kam es am Freitagabend zu einem kurzen, aber heftigen verbalen Schlagabtausch. Der BSW-Bundesvorsitzende Fabio De Masi warf dem parlamentarischen Geschäftsführer der BSW-Landtagsfraktion, Stefan Wogawa, vor, die Unwahrheit zu sagen. Dabei ging es um eine vermeintliche Einladung der Parteispitze zu einem Treffen mit der Thüringer Landtagsfraktion. Wogawa habe sich die Einladung ausgedacht, sagte De Masi.
Diese Darstellung wies Wogawa zurück. «Du hast gekniffen, Fabio, das ist die Wahrheit», rief er in den Saal. Das Verhältnis zwischen Teilen des Thüringer BSW und dem Bundesvorstand ist seit der Regierungsbeteiligung der Partei in Thüringen immer wieder von Kontroversen geprägt. BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht sieht im Mitregieren mit CDU und SPD in Erfurt einen Grund für das knappe Scheitern des BSW bei der Bundestagswahl 2025.