Für die SPD ist es ein Dilemma, und ihre Jugendorganisation sieht dringenden Gesprächsbedarf: Die Thüringer Jusos blicken mit Sorge auf die anstehenden Nachbesetzungen von Verfassungsrichtern und verlangen eine Debatte in der SPD zum Umgang mit AfD-Kandidaten. «Das ist wirklich etwas, das man diskutieren muss», sagte die Thüringer Juso-Chefin Sophie Ringhand der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt.
Höckes Rechtsanwalt vorgeschlagen
Sie forderte eine innerparteiliche Diskussion noch in der Sommerpause. «Es kann zumindest nicht sein, dass wir jemanden wählen, den die AfD uns da hinsetzt.»
Im Herbst steht die Nachbesetzung von zwei Mitgliedern des Thüringer Verfassungsgerichtshofs an - dem obersten Gericht im Freistaat. Die AfD erhebt den Anspruch, einen Kandidaten dafür vorzuschlagen, und hat bereits den Rechtsanwalt von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke, Ralf Hornemann, ins Spiel gebracht. Der zweite Kandidat oder die Kandidatin soll dem Vernehmen nach von der Regierungskoalition aus CDU, BSW und SPD vorgeschlagen werden.